
Seit zwölf Jahren begleiten wir die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) bei ihrer digitalen Entwicklung. Beim diesjährigen Rundgang nutzten wir die Gelegenheit, nicht über Projekte zu sprechen, sondern die Hochschule selbst wieder in den Mittelpunkt zu stellen – ihre Menschen, ihre Arbeiten und die Entwicklung einer Institution, mit der uns eine langjährige Zusammenarbeit verbindet.
Wir besuchten die KHM anlässlich des Deutschlandstipendiums, das wir an der KHM unterstützen. Für escape waren Christian Allihn und ich vor Ort. Kanzlerin Dr. Caroline Krüger, Rektor Prof. Mathias Antlfinger und Prorektorin Solveig Klaßen empfingen uns; gemeinsam mit weiteren Gästen trafen wir uns auf der Dachterrasse der KHM.
Im Rahmen des Eröffnungsabends vergab die Kunsthochschule für Medien Köln erstmals sieben Leistungsstipendien für herausragende studentische Arbeiten. Persönliche Laudationes würdigten jede Auszeichnung und machten die Vielfalt der künstlerischen und medialen Positionen an der KHM sichtbar.

Anschließend führte uns unsere langjährige Ansprechpartnerin Dr. Juliane Kuhn durch den Rundgang. Zwei Arbeiten blieben uns besonders in Erinnerung, unterschiedlicher hätten sie kaum sein können: Eine kritische Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen künstlicher Intelligenz sowie eine Installation mit dem Namen "Fungyo", die wir nur mit einer Taschenlampe in völliger Dunkelheit erkunden konnten.
Der Geruch von Pilzen lag dabei in der Luft – bewusst inszeniert und ebenso Teil des Werks wie Licht und Raum. Das Kunstwerk spielte mit der Vorstellung, dass sich die Grenzen zwischen Ich und Wir auflösen lassen.
Solche Arbeiten zeigen eindrucksvoll, wie selbstverständlich Kunst, Technologie und gesellschaftliche Fragestellungen an der KHM zusammenfinden.

Besonders schätzten wir außerdem den Austausch mit der Kanzlerin und der IT-Doppelleitung. Gemeinsam blickten wir auf zwölf Jahre Zusammenarbeit zurück. Ausgehend vom Relaunch der Hochschulwebsite kamen über die Jahre immer mehr Bausteine hinzu – darunter das digitale Vorlesungsverzeichnis – bis daraus eine eigene Online-Plattform für die KHM wurde, die wir schließlich auf unsere Hosting-Plattform migrierten.
Jedes dieser Projekte war eine Antwort auf neue organisatorische Anforderungen. Gemeinsam erzählen sie die Geschichte einer Digitalisierung, die sich Schritt für Schritt entwickelt hat. Gerade dieser Rückblick macht den Wert langfristiger Partnerschaften sichtbar. Über Jahre entwickeln wir ein Verständnis für Strukturen, Abläufe und die Besonderheiten einer Organisation, das kein Lastenheft und kein Projektplan abbilden kann.
Der Rundgang hat uns daran erinnert, dass dieses Verständnis nicht ausschließlich in Videokonferenzen entsteht. Digitale Zusammenarbeit ist heute selbstverständlich und ermöglicht effiziente Projektarbeit.
Gleichzeitig bleibt der persönliche Austausch unverzichtbar. Wer die Kunsthochschule für Medien Köln vor Ort erlebt, ihre Atmosphäre wahrnimmt, mit den Menschen ins Gespräch kommt und die Arbeiten der Studierenden sieht, gewinnt Eindrücke, die kein Teams-Meeting vermitteln kann.
Der Besuch war für uns deshalb mehr als eine Veranstaltung – er ließ uns die Partnerschaft mit der KHM aus einer anderen Perspektive erleben. Genau diese Nähe wollen wir uns bewahren: Sie ist die Grundlage dafür, dass wir auch in den nächsten zwölf Jahren einen wirksamen Beitrag zur Digitalisierung der KHM leisten können.